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Ein Interessanter Artikel zur Zahnzwischenraumpflege aus der Dental team 2/18:

 

"Wenn es um Mundhygiene geht, werden die Zahnzwischenräume von vielen Patienten immer noch sträflich vernachlässigt: jeder Deutsche sollte eigentlich im Schnitt rund 180 Meter Zahnseide verbrauchen – tatsächlich sind es nur 1,5 Meter pro Jahr."

Doch woran kann das liegen? Bei jeder halbjährlichen Kontrolle und in der Prophylaxe wird die Zahnzwischenraumpflege angesprochen. Die Patienten verlassen hochmotiviert die Praxis, kaufen sich Zahnseide, Zwischenraumbürstchen, Superfloss, und benutzen diese ein paar Tage lang, bevor... ja bevor was eigentlich? Der innere Schweinehund die Oberhand gewinnt? Die Faulheit siegt? Die guten Vorsätze vergessen sind?

Oft ist es die fehlende Routine, ist sich DH Sylvia Fresmann, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für DentalhygienikerInnen (DGDH) sicher: " Wenn man etwas nur selten macht, kommt eben auch keine Routine auf und es dauert länger. Die Technik und Übung des Patienten ist von entscheidender Bedeutung". Ausserdem ist der Patient froh die Praxis verlassen zu können ohne dass gebohrt wurde und verdrängt manche Sachen einfach." Machen wir uns nichts vor: viele wichtigen Beratungsinhalte sind bereits an der Praxistür vergessen oder inden Hintergrund gerückt." sagt sie weiter.

Also wie kann man den Patienten zur häuslichen Mitarbeit nachhaltig motivieren? Vielleicht über den digitalen Weg, es gibt mittlerweile Apps fürs Handy wie die ParoStatus-App, die eine Übersicht über die gängigen Hilfsmittel und z.B. auch ein Farbschema für die Größe der Interdentalbürsten beinhalten. Der große Vorteil ist, dass der Patient auch spontan im Drogeriemarkt nachschauen kann, was er braucht, er hat seine Zahnarztpraxis quasi immer in der Tasche dabei. Ganz wichtig ist aber auch hier die Empfehlung der Prophylaxekraft für die Zahnzwischenraumbürsten beim Kontrolltermin in der Praxis, denn die Größe muss genau auf den jeweiligen Zwischenraum passen und ihn ganz ausfüllen. Schwer zugängliche Zwischenräume wie im Oberkiefer Seitenzahnbereich lassen sich besser vom Gaumen aus reinigen.

Und noch einen Trick hat Frau Fresemann auf Lager:" Wir lassen unsere Patienten in den ersten Tagen nur einige Zahnzwischneräume reinigen – zum Beispiel die unteren vier Schneidezähne. Das ist kein großer Bereich und lässt sich ohne großen zeitlichen Aufwand jeden Abend durchführen. So gewöhnt sich der Patient daran und kann jeden Tag ein paar zusätzliche Zahnzwischenräume dazunehmen – so stellt sich langsam eine Routine ein und der Vorgang wird nicht mehr als lästig oder schwierig empfunden."